User-Experience-Designer
Funktion und organisatorische Einordnung
Der User-Experience-Designer gestaltet die Nutzungserfahrung der digitalen Angebote des Betreibers. User Experience bezeichnet das Nutzungserlebnis; im Mittelpunkt dieses Profils stehen verständliche Abläufe, auffindbare Informationen und zuverlässig ausführbare Nutzeraufgaben. Die Funktion untersucht Anforderungen, entwickelt Informationsstrukturen und Interaktionsabläufe und überprüft deren Gebrauchstauglichkeit. Sie ist einer internen Design- oder Produktorganisation zugeordnet und arbeitet für einen abgegrenzten Kreis von Internetangeboten oder Serviceportalen. Auftrag, Nutzergruppen, Untersuchungsbefugnisse und fachliche Entscheidungspartner werden benannt. Ziel ist nicht möglichst intensive Bildschirmnutzung, sondern die angemessene Unterstützung der betrieblich vorgesehenen Aufgaben.
Das Profil umfasst die nutzerbezogene Analyse und Gestaltung einschließlich zugehöriger Erprobung. Bei kleineren Vorhaben kann ein entsprechend qualifizierter Webdesigner diese Aufgaben mit übernehmen; eine zusätzliche Stelle ist nicht automatisch erforderlich. Forschungstiefe und Gegenprüfung müssen trotzdem dem Nutzungsrisiko entsprechen. Bei externen Leistungen bestätigt der Betreiber Fragestellungen, Zielgruppen und Annahmekriterien. Fachliche Prozessverantwortung, allgemeine Organisationsentwicklung und die Führung des Service Desks bleiben außerhalb des Profils. Ebenso werden unabhängige Barrierefreiheitsprüfungen und die technische Betriebsführung nicht ersetzt. Nutzerfreundlichkeit wird mit den tatsächlichen Leistungsgrenzen des betreuten Angebots verbunden.
