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Konzepte

Facility Management: Design » Strategie » Konzepte

Designkonzepte für funktionale, attraktive und nutzerorientierte Gebäude- und Arbeitswelten

Designkonzepte im Facility Management

Gutes Design im Facility Management ist mehr als Gestaltung. Räume müssen funktional, ergonomisch, langlebig, wirtschaftlich betreibbar und für ihre Nutzer angenehm sein. Designkonzepte schaffen hierfür einen verbindlichen Rahmen und verbinden gestalterische Qualität mit den Anforderungen des späteren Gebäudebetriebs.

Dabei geht es nicht darum, jedes Gebäude nach einem einheitlichen Muster zu gestalten. Vielmehr werden Grundsätze definiert, innerhalb derer nutzungs-, standort- und raumspezifische Lösungen entwickelt werden können.

Designkonzepte im Facility Management: Funktionalität, Aufenthaltsqualität und nachhaltige Gestaltung

Gestaltung und Betrieb zusammen denken

Viele Entscheidungen der Innenraumgestaltung wirken über Jahre auf das Facility Management. Materialien bestimmen Reinigungs- und Instandhaltungsaufwand, Möbel beeinflussen Flexibilität und Flächennutzung, Raumstrukturen prägen Arbeitsabläufe und Aufenthaltsqualität.

Ein Designkonzept sollte deshalb insbesondere berücksichtigen:

  • Funktion und Nutzung der Räume,

  • Ergonomie und Nutzerbedürfnisse,

  • Materialien und Oberflächen,

  • Möblierung und Ausstattung,

  • Licht, Akustik und Raumklima,

  • Barrierefreiheit und Orientierung,

  • Reinigungs- und Instandhaltungsfähigkeit,

  • Modularität und Veränderbarkeit,

  • Nachhaltigkeit und Lebenszykluskosten sowie

  • gestalterische Identität.

Standards schaffen, ohne Individualität zu verlieren

Für größere Standorte und Immobilienportfolios sind wiederkehrende Gestaltungs- und Ausstattungsstandards sinnvoll. Sie erleichtern Beschaffung, Austausch, Instandhaltung und Weiterentwicklung.

Standardisiert werden können beispielsweise Materialgruppen, Möbelsysteme, Ausstattungsqualitäten, Farb- und Orientierungssysteme oder Anforderungen an Robustheit und Pflege.

Gleichzeitig müssen unterschiedliche Nutzungen berücksichtigt werden. Büroflächen, Besprechungsbereiche, Empfang, Gastronomie, Produktion oder Aufenthaltsbereiche benötigen unterschiedliche Lösungen. Sinnvoll ist deshalb ein gemeinsamer Grundstandard mit klar definierten nutzungsbezogenen Varianten.

Aufenthaltsqualität als betrieblicher Wert

Räume werden nicht nur betrachtet, sondern täglich genutzt. Ihre Qualität beeinflusst Konzentration, Orientierung, Kommunikation, Erholung und Akzeptanz. Ein zeitgemäßes Designkonzept betrachtet deshalb auch die tatsächliche Aufenthaltsqualität. Dazu gehören unter anderem geeignete Lichtverhältnisse, Akustik, thermischer Komfort, Möblierung, Rückzugsmöglichkeiten, soziale Begegnungsräume und eine verständliche räumliche Orientierung.

Entscheidend ist das Zusammenspiel dieser Faktoren. Hochwertige Einzelprodukte können ein schlecht abgestimmtes Raumkonzept nicht ersetzen.

Lebenszyklus statt Erstinvestition

Designentscheidungen sollten nicht ausschließlich anhand der Beschaffungskosten getroffen werden. Ein günstiger Bodenbelag kann beispielsweise hohe Reinigungs- oder Austauschkosten verursachen. Sonderanfertigungen können gestalterisch überzeugen, aber spätere Veränderungen erschweren. Empfindliche Oberflächen erzeugen möglicherweise dauerhaft erhöhten Pflegeaufwand.

Deshalb sollten Investition, Nutzungsdauer, Reinigung, Wartung, Reparaturfähigkeit, Ersatzbeschaffung und spätere Veränderbarkeit gemeinsam betrachtet werden.

Konzepte als verbindliche Entscheidungsgrundlage

Ein Designkonzept sollte am Ende konkrete Entscheidungen ermöglichen. Es definiert Zielqualitäten, Mindeststandards, Varianten, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen zu Planung, Beschaffung und Betrieb. Damit entsteht ein verbindlicher Rahmen für Planer, Nutzer, Facility Management, Einkauf und ausführende Unternehmen.

Das vertiefende Innenraum-, Möblierungs- und Aufenthaltsqualitätskonzept führt diese Anforderungen zusammen und übersetzt sie in konkrete Standards für Gestaltung, Materialien, Möblierung, Ergonomie, Pflege, Nachhaltigkeit und Aufenthaltsqualität. So wird Design zu einem integralen Bestandteil eines funktionierenden, wirtschaftlichen und langfristig nutzbaren Gebäudes.